Eine Geschichte von Leidenschaft,
Zusammenhalt, guten Idealen

Eine Geschichte von Leidenschaft,
Zusammenhalt, guten Idealen

Euromobil wurde 1972 gegründet und die Geschichte des Unternehmens ist eine “Case History” im Bereich der Wohn- und Büroeinrichtung, die auch für das venetische Unternehmertum beispielhaft ist, dem es wahrlich nicht an herausragenden Industriemodellen mangelt. Es ist die Geschichte eines Unternehmens, das in der Größe und mit der Mentalität einer Handwerksfirma begann und sich ab der zweiten Hälfte der achtziger Jahre durch die klugen Entscheidungen der Inhaber, die Gebrüder Antonio, Fiorenzo, Giancarlo und Gaspare Lucchetta, grundlegend veränderte und auf dem schwierigen Einrichtungsmarkt zu einer der größten Industriegruppen heranwuchs, indem es das Konzept der Möbelfabrik veränderte und sie zu einem wahren Planungs- und Beratungszentrum für Wohn- und Büroeinrichtungen machte, wobei individuell gestaltete Küchen im Rahmen eines festen Zeitplans hergestellt wurden. Zu den Zielen, von denen wir sagen können, dass wir sie erreicht haben, gehört an erster Stelle die Optimierung der industriell hergestellten Einrichtung, wodurch es möglich war, ein ausgewogenes Preis-Qualitäts-Verhältnis zu erzielen.

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Die Familie als
Unternehmen ante litteram

Die Familie als
Unternehmen ante litteram

Veneto, das Land der Bauern und Emigranten, war lange Zeit ein unterdrücktes Gebiet, das von einem ländlich geprägten Wirtschaftssystem dominiert wurde, in dem Großfamilien, bei denen das Matriarchat herrschte, alle Aspekte des Lebens und der Arbeit teilten, nach einem ethischen Modell, das auf gegenseitiger Solidarität und der Gemeinschaft aller Güter und Ressourcen beruhte. Häufig war die zentrale Figur der Familie, und später des Unternehmens, eine Frau: eine mater familias mit der Fähigkeit und der Kraft, sich um Arbeit und Erfordernisse, Mängel und Bedürfnisse zu kümmern, sowie mit dem pater familias zusammenzuarbeiten, der außerhalb davon häufig einer Arbeit nachging, aus der in vielen Fällen später kleinste, kleine und mittelgroße Unternehmen entstanden.

Die Familie Lucchetta hatte diese Voraussetzungen und auch zwei starke Vertreter, Luigi und Luigia, Eheleute mit neun Kindern, später nur noch acht, fünf Jungen und vier Mädchen. Luigia kümmerte sich um das Haus, mit Sanftheit und Entschlossenheit zugleich; Luigi arbeitete seit er zehn Jahre alt war, ein frühreifes Kind, doch bereits ein Handwerker mit goldenen Händen. Wenn er das Holz in Händen hielt, enttäuschten die von ihm hergestellten und gestalteten Formen nie: sein Wunsch war, dass sich auch die Kinder ihrerseits einen eigenen Raum schaffen sollten, vor allem seit er mit dem ältesten, Antonio, begonnen hatte, etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Mit dem ersten kleinen Unternehmen, der Möbelfabrik Lucchetta Luigi & Figli, begann ein spannendes und unglaubliches Abenteuer, das heute die Firmengruppe Euromobil ist.

Aus diesem Haus voller Stimmen, von diesem Tisch, an dem der Vater sprach und die anderen zuhörten, flackerte ein leidenschaftliches Feuer auf, das eine kleine Firma in ein Unternehmen verwandelte, das im arbeitsamen Nordosten zu den erfolgreichsten zählt. Dieser venetischen Familie lag irgendwie die Kunst im Blut und daraus entstand der Wunsch, Künstler, Maler und Bildhauer gemeinsam mit Sportchampions zu treffen. Auf diesem Gerüst wurde eine Case History der Kommunikation aufgebaut, von der es in Italien und im restlichen Europa bisher nur wenige gibt.

Gruppe Euromobil:
Von 1972 bis heute

  • 2009

    Monografische Veröffentlichung

    Monografische Veröffentlichung Details

    Die Geschichte der Gebrüder Lucchetta und ihrer Unternehmen, doch vor allem die ihres einzigartigen Abenteuers in der Welt der Kunst, des Sports und des Designs, wird in einem von Skira herausgegebenen Buch mit dem Titel “Gruppe Euromobil, ein Designunternehmen zwischen Kunst und Sport” erzählt. Das Buch ist unter anderem von Andrea Zanzotto, Philippe Daverio, Aldo Colonetti, Valentina Croci, Marco Goldin, Giampaolo Ormezzano, Mauro Pecchenino und Ignazio Roiter signiert und mit herrlichen Fotos von Fulvio Roiter bebildert. Die Gruppe Euromobil ist wahrscheinlich in Italien und vielleicht auch in Europa ein einmaliger “Fall” eines mittelständigen Unternehmens, das so sehr an die Kultur glaubte, dass sie sie zum wichtigsten Instrument ihres internationalen Marketings machte. Das Wachstum der Gruppe, die auch in Zeiten, die für die Möbelbranche alles andere als rosig sind, ausgezeichnete Resultate verbucht, bestätigt den Erfolg dieser Investitionsstrategie. Euromobil hat sich, wie so viele Unternehmen im Nordosten Italiens, von einer als Familienbetrieb geführten Schreinerei in eine industriell geprägte Firmengruppe verwandelt, die heute auf dem internationalen Markt eine Vorrangsstellung einnimmt. Die Gruppe unterscheidet sich nicht nur durch ihr internationales Design, dank der Zusammenarbeit mit namhaften jungen Designern aus verschiedenen Ländern, sondern auch durch ihre Teilnahme an wichtigen kulturellen Ereignissen. Hierzu ist zu erwähnen, dass in den letzten Jahren auf 360 Ausstellungen in Italien und weltweit nur ein industrielles Markenzeichen vertreten war, und zwar das der Gruppe Euromobil der Gebrüder Antonio, Fiorenzo, Gaspare und Giancarlo Lucchetta. “Es ist unser Bestreben und war schon immer unsere Absicht, am Kulturangebot, das wir erarbeiten oder fördern, teilzunehmen, es von innen heraus zu erleben und zu formen. Uns interessiert der direkte Kontakt zu den Künstlern, ihre Kreativität zu erleben, die Emotionen des Publikums der Ausstellungen zu teilen. Es interessiert uns, über die Kunst neue Entwicklungen oder den Fortbestand vertrauter Gegebenheiten zu verstehen und sie zur Grundlage für uns und zum Wachstumsfaktor für unsere Unternehmen zu machen. In dieser Hinsicht haben uns die Kunst und die Kultur viel gegeben und wir haben versucht, uns zu revanchieren, indem wir viel Leidenschaft, Ressourcen und Energie investiert haben. Ebenso wie im Sport, der uns weiterhin den Siegeswillen vermittelt, den unsere acht Weltmeister und hunderte Athleten unserer Mannschaften an den Tag legen.”

  • 2007

    Die Gruppe Euromobil wird Hauptsponsor von ArteFiera Bologna

    Die Gruppe Euromobil wird Hauptsponsor von ArteFiera Bologna Details

    Mit der Teilnahme an der Veranstaltung Arte Fiera als Hauptsponsor begann die Gruppe Euromobil systematisch über die Ausstattung den Zusammenhang von Kunst und Design aufzuzeigen. Es wurde beschlossen, einen kreativen Beitrag zu leisten, der sowohl für das Unternehmen als auch für die Veranstaltung einen Mehrwert darstellte. 2007 hat sich die Firmengruppe entschieden, keine Produkte zu präsentieren, sondern ihr Engagement in der Förderung von Kunst kundzutun. Ausstellungssäulen zur Begrenzung des ausgestatten Bereichs zeigten “Die Orte der Kunst”, an denen das Unternehmen Kunstevents gefördert hat, während Videos in der Mitte kritische Beiträge abspielten, um den Zusammenhang von Kunst und Unternehmen zu erläutern. In einem dieser Beiträge hat Philippe Daverio betont, dass “die Gebrüder Lucchetta erkannt haben, dass das Unternehmen der Kunst förderlich sein kann, aber auch die Kunst dem Unternehmen gut tut, da sie die Corporate Identity bildet. Und nun, da sich der Wettbewerb glücklicherweise der Globalität öffnet, wird es erforderlich nicht nur herausragend zu sein, sondern auch sich als einmalig zu präsentieren. Um die Besonderheit unseres Wesens auszudrücken, ist die Kunst das ideale Instrument und das Museum verwandelt sich vom Bildungsort für den einsamen interessierten Besucher in einen Treffpunkt, der die Gemeinschaft von morgen prägt".

  • 2002

    Einweihung des Showrooms

    Einweihung des Showrooms Details

    Der neue Showroom an der Produktionsstätte in Falzè di Piave (Treviso) wurde 2002 eingeweiht. Dieser Raum dient dazu, den Händlern die Produkte der Firmengruppe vorzustellen. Im Showroom gibt es einen wichtigen Workshopbereich für das Projekt Multisystem, in dem Muster aller Varianten der Arbeitsplatten, Rückwände, Türen und Wandelemente ausgestellt sind. Diese können entnommen und in einem speziellen Möbel aufgestellt werden, das aus einem Korpusgerüst besteht und mit dem gezeigt werden kann, wie sie miteinander kombiniert wirken.

  • 1999

    Kommunikation und Image

    Kommunikation und Image Details

    In den neunziger Jahren hat die Firma verstärkt in die Unternehmenswerbung bzw. in die Förderung von Kunst- und Sportevents sowie in branchenspezifische Messeauftritte investiert. Aus diesem Grund arbeitete die Firmengruppe auch mit der Agentur Verba DDB und mit Gianfranco Marabelli zusammen, der seit 1999 die Unternehmenskommunikation betreut. Nach Bianchi & Kerrigan wurde die Firmengruppe dann ab 2004 von der Agentur ValentiniCesarottiAssociati bei der Koordinierung des Images beraten. Zu dieser Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit dem Fotografen Ezio Prandini. Es war wichtig, die Philosophie und die Berufung des Unternehmens zu verstehen, mehr als die einzelnen Produkte zu fördern. Die kulturellen Initiativen zielten darauf ab, die Botschaft zu vermitteln, dass die Gruppe Euromobil in der Kunst und im Sport die gleichen Werte vertrat wie sie auch der Industrie tief verankert zugrunde lagen.

  • 1999

    Neuer Ausstellungsraum

    Neuer Ausstellungsraum Details

    Die Spinnerei, ein ehemaliges 2500 m2 großes Industrieareal, diente als Set für Fotoaufnahmen oder vorübergehende Ausstattungen. Sie wurde 1994 gekauft, als die Kommunikationstätigkeiten der einzelnen Markenzeichen intensiver und regelmäßiger wurden und es nicht mehr möglich war, sich externen Aufnahmesets anzuvertrauen.

  • 1998

    Forum

    Forum Details

    Das Forum an der Produktionsstätte in Falzè di Piave (Treviso) wurde 1998 eingeweiht. Dieser Raum ist in mehrere Säle aufgegliedert und hat ein Auditorium mit über hundert Plätzen. Das Forum ist für das Unternehmen ein wichtiges Instrument, da es die Schulung des Personals erleichtert, vor allem der Verkäufer, die von der Firmengruppe immer konstant betrieben wurde. Durch die Nähe des Forums zum Showroom können die verschiedenen Anwendungen der Produkte gesehen und verstanden werden.

  • 1995

    Projekt Multisystem

    Projekt Multisystem Details

    Die Informatisierung und die integrierte Auftragsverwaltung sind Voraussetzung für das Projekt Multisystem. Mitte der neunziger Jahre war Euromobil in der Lage, Bestellungen sofort per Modem über das Telefonnetz zu empfangen und sie durch direkte Übertragung vom Computer der Verkaufsstelle an das EDV-System des Unternehmens zu bearbeiten. Durch dieses Verfahren wurden Übertragungsfehler vermieden und die Kommunikation beschleunigt, und war es möglich, dem Händler die Auftragsbestätigung zu senden und die Lieferzeit anzugeben. Auf diese Weise wurde der gleiche Service auch mittelgroßen, kleinen und im Ausland ansässigen Vertriebsunternehmen geboten. Durch die Anwendung des Computerprogramms ADA konnte ein Produkt ad hoc entworfen werden, was das Erfolgsrezept auf einem Markt war, der individuell gestaltete Lösungen verlangte. Wie bereits erwähnt, konnten mit dem richtigen ERP-System eine Produktionsleistung auf hohem Niveau erzielt und die Investitionen den Ressourcen der Firmengruppe und den effektiven Markterfordernissen direkt angeglichen werden. Da sich das Angebot an den Kunden von einem einfachen Produkt in eine Reihe von Dienstleistungen verwandelt hatte, führte Euromobil Schulungen für das Vertriebsnetz durch. Die Handelsvertreter wurden von einfachen Verkäufern zu Marketingberatern, die in der Lage waren, die übergreifende Beschaffenheit der einzelnen Markenzeichen deutlich zu machen und dabei nicht in Rastern, sondern nach Einrichtungsart zu denken. Bei Euromobil begann man die Gestaltung des Angebots, die Art der Ausstellung der Produkte an den Verkaufsstellen und den Service für den Verkäufer zu überdenken.

  • 1995

    Die Firmengruppe wird durch Désirée ergänzt

    Die Firmengruppe wird durch Désirée ergänzt Details

    1995 erwirbt die Gruppe Euromobil La Désirée, ein Unternehmen aus der Polsterbranche mit Sitz in Tezze di Piave, das 1968 gegründet wurde. Diese Firma, deren Name weitergeführt wurde, hatte ein gutes Image auf dem Markt, doch die Fabrik war noch handwerklich geprägt. Der Kauf beruhte auf der Notwendigkeit, ein vollständiges Angebot an Wohnungseinrichtungen zu bieten, in dem die einhellige Philosophie der Gruppe Euromobil zum Ausdruck kam, ebenso wie die industrielle Ausrichtung bei der Herstellung der Produkte. Aus diesem Grund wurde La Désirée einerseits hinsichtlich der Produktionsanlagen und andererseits hinsichtlich der Betriebs-, Vertriebs- und Verkaufslogiken komplett umorganisiert. Es wurde ein Schulungsprogramm für Mitarbeiter ins Leben gerufen, damit die Produktion und die Aufstellung von Désirée mit der von Zalf und Euromobil im mittelhohen bis hohen Marktsegment übereinstimmten. Dieser Prozess erfolgte allmählich im Laufe der Jahre und fiel Ende der neunziger Jahre mit der Erweiterung und der Renovierung der Produktionsstätten zusammen. Heute beinhaltet er die Planung von exklusiven Modellen, einige davon patentiert, und die Zusammenarbeit mit den jungen Designern Edoardo Gherardi, Jai Jalan und Andrea Lucatello, sowie dem bereits bekannten Marc Sadler.

  • 1993

    Projekt Soluzione von Zalf

    Projekt Soluzione von Zalf Details

    In den neunziger Jahren hat die Gruppe Euromobil das Segment des Wohnbereichs ausgebaut. Diese Entscheidung wurde auch unterstützt durch den technischen Fortschritt beim Melamin, durch den es zu einem widerstandsfähigeren Produkt in besseren Ausführungen wurde. Vor der Entwicklung des Projekts Soluzione wurde an der Optik der Produkte und an den Automatisierungen gearbeitet, Elemente, durch die sich die Produkte von Zalf vor allem bei den Jugendzimmern auszeichnen. Ein sehr erfolgreiches Produkt, das bis heute in das Projekt Soluzione integriert ist, war das Wandpaneel Oh!razio, das von der Forschungs- und Entwicklungsabteilung von Zalf mit Roberto Gobbo ab 1993 entwickelt wurde. “Razio” steht für die Rationalität der Anbaufähigkeit: das Wandpaneel war der Startschuss für eine Reihe von bisher unerforschten Anwendungen. An ihm können die Borde und alle Einrichtungselemente eingehängt werden – Betten, Schreibtische und Schiebesysteme. Es ist das erste Beispiel einer strukturellen Wand, aus der alle auf einer Schiene laufenden Systeme entwickelt wurden, durch die eine kreative Planung vor allem bei den Jugendzimmern möglich wurde. Oh!razio ist modular aufgebaut und kann in kleinen Teilen verwendet werden, auch nur als Kopfteil des Bettes, oder großflächig, um ganze Wände mit fest montierten, hängenden oder stehenden Stauraumelementen, Betten und auf Schienen laufenden Schreibtischen zu organisieren, die sowohl parallel als auch rechtwinklig zum Wandpaneel angeordnet werden können.

  • 1992

    Möbelmesse in Triveneto

    Möbelmesse in Triveneto Details

    Die Teilnahme an der Möbelmesse in Triveneto (Verona 1992) bedeutete eine Wende für die Gruppe Euromobil, auch beim Image: ein 1000 m2 großer Stand, unterteilt in vier Volumen, wobei das in der Mitte am höchsten war. Dieses Volumen war dem Empfang gewidmet und stellte eine Art Zugangsportal zur Welt der Firmengruppe dar. Am Empfang waren die Werke von Carmelo Zotti ausgestellt und es herrschte eine Atmosphäre wie in einer Kunstgalerie.

  • 1990

    Expandierung der Produktionsstätten

    Expandierung der Produktionsstätten Details

    Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre kündigte die Gruppe Euromobil die Expandierung der Produktionsstätten an. Zalf hatte 1990 eine Gebäudefläche von 15.000 m2 erreicht. Diese Erweiterung war die Folge einer vollständigen Umorganisierung des Produktionsablaufs, mit neuen CNC-gesteuerten Maschinen, wodurch die tägliche Produktionsleistung verdoppelt wurde. Bei Euromobil hingegen wurde neben dem Werk mit den Anlagen ein neues Gebäude errichtet, in dem der Showroom, das neue Lager und die Planungsbüros auf einer überdachten Fläche von insgesamt 26.000 m2 untergebracht werden sollten. In der Mitteilung zur Erweiterung des Unternehmens wurde die Bedeutung der Renovierung der Büros betont. Diese Arbeitsräume wurden nach den Prinzipien von Komfort, Rationalität und Effizienz gestaltet und nahmen in dieser Zeit eine große Bedeutung ein, weil das Produktionssystem vereinheitlicht und über ein EDV-System zentralisiert wurde: Werk, Verwaltung und Geschäftsbüros, Vertriebsnetz und Kunden kommunizierten nun in Echtzeit.

  • 1988

    Küche Vanity

    Küche Vanity Details

    Das Modell, das in diesem Jahrzehnt alle Neuheiten vereinte, die dann zur Neupositionierung auf dem Markt von Euromobil mit dem Projekt Multisystem führten, war die Küche Vanity, die 1988 entwickelt wurde, ein Zeitraum, in dem die Firmengruppe die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen (R&S) für die einzelnen Markenzeichen gründete, mit denen unter anderem Roberto Gobbo und Domenico Paolucci kontinuierlich zusammenarbeiteten. Die Firmengruppe setzte somit mehr auf Design. Die glatte Tür von Vanity wich der modularen Planung und der Kombination von unterschiedlichen Materialien. Bei Vanity wurde nicht nur die Raumfrage mehr berücksichtigt, sondern auch die Idee des Küchenlabors. Große Bedeutung erlangten die Bereiche für die Zubereitung und Aufbewahrung der Speisen, mit besonderem Augenmerk auf die Ergonomie und die jüngsten Innovationen im Bereich der Elektrogeräte für den Haushalt. Vanity wurde sofort, sowohl in technologischer Hinsicht (umfangreiche Auswahl an Zubehör und Einrichtungen), als auch in ästhetischer Hinsicht als ein Produkt von hohem Niveau präsentiert.

  • 1985

    Euronews

    Euronews Details

    1985 beschloss die Firmengruppe in eine andere Veröffentlichung zu investieren: “Euronews”, deren Name bereits ein klares Signal für Veränderung setzte und den kulturellen und produktiven Wandel des Unternehmens betonte. Der Untertitel der Zeitschrift, “Einrichtung, Kunst, Information, Sport”, wies auf die Interessen der Firmengruppe und die zukünftigen Investitionen hin. “Euronews” wurde bis zum Jahr 2000 veröffentlicht und sechstausend Mal unter Kunden, Händlern und Lieferanten verteilt. In der Zeitschrift erschienen Artikel über Produkte, wurden Ratschläge von Steuerberatern gegeben wie in “La Pialla”, doch die Inhalte betrafen keine Fragen zur wirtschaftlichen Situation des Landes und keine Produktionsprobleme auf lokaler Ebene. In “Euronews” wurden die Werbeaktionen der Firmengruppe ausführlich erwähnt und die Werbeinvestitionen mitgeteilt, nicht nur in Form von Unternehmensaktionen und Werbeplanung in den verschiedenen Medien, sondern auch in Form von Katalogen und neuen Verkaufsinstrumenten. Es wurden auch die technologischen Innovationen bekannt gegeben, in die die Firmengruppe Euromobil investiert hat, wie die Erweiterung der Produktionsgebäude, das Programm ADA oder die Telefaxanlage (1986), oder auch die Erweiterung der Planungssoftware ADA an den Verkaufsstellen (1993) und die Nulltarifnummer für Kunden (1995).

  • 1982

    Informatisierung des Produktionsprozesses

    Informatisierung des Produktionsprozesses Details

    Die Umwandlung der Küche von festen Elementen zu variablen Systemen hat dazu geführt, dass nicht mehr “Fertigprodukte auf Lager”, sondern nach Verkauf produziert wurde. Ab der ersten Hälfte der achtziger Jahre wurden daher in  Euromobil die industrielle Buchhaltung und der gesamte Produktionszyklus durch neue betriebliche Mechanismen umorganisiert. Von der festen Stückliste, die aus einer Reihe von Blättern bestand, auf denen jedes Bauteil des Möbels beschrieben war, erfolgte der Wechsel zur “neutralen Stückliste”, die 1982 entwickelt und 1985 umgesetzt und vom Computersystem AS400 verwaltet wurde. Die neutrale Stückliste bot somit große Flexibilität im Vergleich zu den Bestellungen und ermöglichte die Verwendung eines einzigen Instruments für alle Produktionsphasen. In diesen Jahren investierte die Gruppe Euromobil in flexible CNC-gesteuerte Maschinen und in die Informatisierung der gesamten Logistik und legte einen Ablauf fest, der heute noch so erfolgt.

  • 1974

    Zalf

    Zalf Details

    Das Unternehmen Zalf wurde 1974 übernommen. Zum Zeitpunkt des Kaufs war Zalf ein 3500 m2 großes Unternehmen auf einer Fläche von 10.000 m2, doch die gesamte Produktionslinie war mit einer erheblichen Investition von Grund auf erneuert worden. Das Unternehmen setzte sich sofort im Bereich der Herstellung von Kinderzimmern durch, in dem es auch heute noch marktführend ist, und drang zu Beginn der achtziger Jahre mit Stauraumsystemen, Schränken, Bücherregalen und Büroeinrichtungen in den Wohnbereich vor. Der Wohnbereich war von Anfang an Neuland für das Unternehmen, doch in den siebziger Jahren beschränkte sich die Tätigkeit eher auf Wohnanlagen und Ferienhäuser. Bereits beim Kauf von Zalf war erkennbar, dass die Expansionspolitik der Gruppe Euromobil die Idee verfolgte, Synergien zwischen den einzelnen Einrichtungsmarken zu erzeugen, um ein vollständiges Angebot für alle Räume der Wohnung zu bieten.

  • 1974

    House Organ "La Pialla"

    House Organ Details

    "La Pialla" wurde von der Gruppe Euromobil von 1974 bis 1984 veröffentlicht und von der Agentur für Kommunikation Pimex in Padua realisiert. Es diente dazu, die Lieferanten, Händler und Endkunden über die Initiativen des Unternehmens und die Entwicklung der Produkte zu informieren. Es war vor allem ein Instrument, um die Verkaufsstelle zu erreichen. "La Pialla" enthielt nicht nur Werbeanzeigen und Artikel über Produkte, sondern beschäftigte sich auch mit der Stimmung jener Zeit und den Problematiken des Produktionsablaufs. Eine weitere besondere Thematik von "La Pialla" war eine Seite, die den Musikwissenschaften gewidmet war und später dem Unterricht in Kunstgeschichtete, der Rubrik "Sehen können" und den Profilen der Künstler wich, die die Gruppe Euromobil persönlich förderte. Die Öffnung zu den Musikwissenschaften und zur Kunst hin zeugte vom Wunsch der Firmengruppe, Kultur auf ganzer Ebene zu vermitteln.

  • 1972

    Euromobil

    Euromobil Details

    1972 kauften die Gebrüder Lucchetta den Standort einer früheren Fabrik auf einer Fläche von 17.000 m2 mit einem 4000 m2 großen Rohbau. Diese Fabrik wurde komplett renoviert, um die neuen Maschinen für die Serienproduktion der Küchen aufzustellen und ist bis heute Firmensitz von Euromobil. Die Buchhaltung funktionierte genau wie die Fabrik nach einer strukturierten Logik: die Produktionskette und der Durchlauf der Halbfabrikate in den einzelnen Maschinen waren nach senkrechten Rastern angeordnet, um den Raum zu optimieren und die Gefahren für die Bediener zu reduzieren. Wie Gaspare Lucchetta sagt, “Ordnung und Sauberkeit bewirken Selbstdisziplin!”.